Backups in WordPress erstellen – Ein zuverlässiges Backup-System ist die Grundlage für die Sicherheit jeder WordPress-Website. Egal ob durch einen Hackerangriff, fehlerhafte Updates oder menschliches Versagen – ein Backup kann dir helfen, deine Website schnell und problemlos wiederherzustellen. Doch viele Website-Betreiber vernachlässigen diese wichtige Maßnahme, bis es zu spät ist.
In diesem Artikel erfährst du, warum Backups wichtig sind, wie du sie in WordPress erstellst und wie du sie bei Bedarf wiederherstellen kannst. Wir stellen dir zudem die besten Tools und Plugins vor, um den Prozess so einfach wie möglich zu gestalten.
Warum sind Backups wichtig?
Ein Backup ist wie eine Lebensversicherung für deine Website. Es speichert eine Kopie aller Dateien und Datenbanken, die notwendig sind, um deine Website im Falle eines Problems wiederherzustellen.
Häufige Szenarien, in denen ein Backup notwendig ist
- Hackerangriffe: Cyberkriminelle könnten deine Website kompromittieren und Malware installieren oder Inhalte löschen.
- Fehlerhafte Updates: Updates von WordPress, Plugins oder Themes können manchmal zu Kompatibilitätsproblemen führen.
- Menschliche Fehler: Inhalte könnten versehentlich gelöscht oder überschrieben werden.
- Serverausfälle: Dein Hosting-Anbieter könnte technische Probleme haben.
Mit einem Backup kannst du in wenigen Minuten alles wiederherstellen, anstatt Stunden oder sogar Tage für eine komplette Neuentwicklung zu benötigen.
Welche Teile einer WordPress-Website sollten gesichert werden?
Eine WordPress-Website besteht aus zwei Hauptkomponenten, die beide im Backup enthalten sein müssen:
- Dateien: Dazu gehören WordPress-Kerndateien, Themes, Plugins und hochgeladene Inhalte wie Bilder oder Videos.
- Datenbank: Diese speichert alle Inhalte deiner Website, einschließlich Seiten, Beiträge, Kommentare und Einstellungen.
Ein vollständiges Backup umfasst beide Komponenten.
Methoden zum Erstellen von Backups
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein Backup in WordPress zu erstellen. Die Wahl der Methode hängt von deinen technischen Fähigkeiten, deinem Budget und den Anforderungen deiner Website ab.
1. Manuelle Backups
Manuelle Backups erfordern etwas technisches Wissen, bieten jedoch die volle Kontrolle über den Prozess.
Dateien sichern
- FTP verwenden: Verbinde dich mit deinem Server über ein FTP-Programm wie FileZilla. Lade alle WordPress-Dateien im Stammverzeichnis herunter.
- cPanel: Viele Hosting-Anbieter bieten in der cPanel-Oberfläche eine Option zum Herunterladen von Dateien.
Datenbank sichern
- phpMyAdmin:
- Melde dich bei phpMyAdmin an.
- Wähle die Datenbank deiner Website aus.
- Klicke auf „Exportieren“ und speichere die Datei auf deinem Computer.
Vorteile manueller Backups
- Kostenlos.
- Du hast die volle Kontrolle über die Daten.
Nachteile
- Zeitaufwändig.
- Erfordert technisches Wissen.
2. Backups mit Plugins
Plugins machen den Backup-Prozess einfach und automatisiert. Du kannst regelmäßige Backups planen, ohne dass du eingreifen musst.
Beliebte Backup-Plugins
- UpdraftPlus
- Funktionen: Vollständige oder inkrementelle Backups, Cloud-Speicherung, automatisierte Backups.
- Preis: Kostenlos, Premium-Version ab 70 USD/Jahr.
- So geht’s:
- Installiere und aktiviere das Plugin.
- Gehe zu Einstellungen > UpdraftPlus-Backups.
- Klicke auf „Jetzt sichern“, um ein sofortiges Backup zu erstellen.
- BackupBuddy
- Funktionen: Geplante Backups, Migrationen, Malware-Scans.
- Preis: Ab 80 USD/Jahr.
- Besonderheiten: Ideal für Website-Migrationen.
- Duplicator
- Funktionen: Backups und Website-Klone erstellen, ideal für Migrationen.
- Preis: Kostenlos, Premium-Version verfügbar.
- Besonderheiten: Besonders gut für Entwickler geeignet.
- VaultPress (Teil von Jetpack)
- Funktionen: Echtzeit-Backups, automatisierte Wiederherstellungen.
- Preis: Ab 9 USD/Monat.
- Besonderheiten: Ideal für Websites mit hohem Traffic.
Vorteile von Plugins
- Einfach zu bedienen.
- Automatisierung möglich.
- Direkte Integration in WordPress.
Nachteile
- Premium-Plugins können teuer sein.
- Abhängigkeit von Drittanbietern.
3. Backups über den Hosting-Anbieter
Viele Hosting-Anbieter bieten integrierte Backup-Lösungen an. Diese Methode ist besonders bequem, da du dich nicht um die technischen Details kümmern musst.
So funktioniert es
- Logge dich in dein Hosting-Konto ein (z. B. bei Bluehost, SiteGround oder WP Engine).
- Rufe das Backup-Tool auf und wähle die Option „Website sichern“.
- Speichere das Backup auf deinem Computer oder in der Cloud.
Vorteile
- Einfach und schnell.
- Oft in Hosting-Paketen enthalten.
Nachteile
- Nicht alle Hosting-Anbieter bieten regelmäßige Backups.
- Abhängigkeit vom Anbieter.
Wo sollten Backups gespeichert werden?
Sichere deine Backups an mehreren Orten, um sicherzustellen, dass sie im Notfall verfügbar sind. Zu den besten Optionen gehören:
- Lokaler Speicher: Auf deinem Computer oder einer externen Festplatte.
- Cloud-Dienste: Google Drive, Dropbox, Amazon S3 oder OneDrive.
- Hosting-Server: Eine zusätzliche Kopie auf dem Server kann nützlich sein.
Wiederherstellen eines Backups
Ein Backup ist nur dann nützlich, wenn du es auch problemlos wiederherstellen kannst. Hier sind die gängigen Methoden:
1. Wiederherstellung mit einem Plugin
Die meisten Backup-Plugins ermöglichen eine einfache Wiederherstellung:
- UpdraftPlus:
- Gehe zu Einstellungen > UpdraftPlus-Backups.
- Wähle ein Backup aus der Liste aus.
- Klicke auf „Wiederherstellen“ und folge den Anweisungen.
- BackupBuddy:
Nutze das integrierte Wiederherstellungstool, um Dateien und Datenbanken wiederherzustellen.
2. Manuelle Wiederherstellung
Dateien wiederherstellen
- Lade die gesicherten Dateien per FTP hoch und überschreibe die beschädigten Dateien.
Datenbank wiederherstellen
- Melde dich bei phpMyAdmin an und importiere die gespeicherte SQL-Datei.
3. Wiederherstellung über den Hosting-Anbieter
Wenn dein Hosting-Anbieter automatische Backups erstellt, kannst du diese häufig mit einem Klick wiederherstellen. Kontaktiere den Support, falls du Hilfe benötigst.
Best Practices für Backups
- Regelmäßige Backups: Sichere deine Website mindestens einmal pro Woche, bei häufigen Änderungen täglich.
- Automatisierte Backups: Nutze Plugins, um Backups zu planen.
- Mehrere Speicherorte: Bewahre Backups an mindestens zwei verschiedenen Orten auf.
- Testen der Wiederherstellung: Überprüfe regelmäßig, ob die Backups fehlerfrei wiederhergestellt werden können.
Fazit
Backups sind ein unverzichtbarer Bestandteil der WordPress-Sicherheit. Ob manuell, mit einem Plugin oder über den Hosting-Anbieter – es gibt zahlreiche Methoden, um deine Website zuverlässig zu sichern. Indem du regelmäßige Backups erstellst und sicher aufbewahrst, kannst du im Falle eines Problems schnell reagieren und deine Website in kürzester Zeit wiederherstellen.
Investiere ein wenig Zeit und Mühe, um ein Backup-System einzurichten – deine Website wird es dir danken!